Was ein neuer HDR TV leisten muss

Betrachtet man den TV-Markt so fällt eines auf – die Hersteller werfen momentan sehr viele neue Innovationen auf den Markt – egal ob eine höhere Auflösung, mehr Kontraste, feinere Farbabstufungen oder gekrümmte Displays – es gibt viel Neues.

Es klingt unglaublich – aber laut neusten Zahlen nutzen rund 3,9 Millionen Haushalte immer noch einen Röhrenfernseher. Da ist natürlich die Wahrscheinlichkeit hoch, dass diese alten Kisten in nächster Zeit gegen einen schmalen und hochwertigen Flachbildschirm ausgetauscht werden. Vor allem sportliche Groß-Ereignisse sind für viele ein Grund sich einen neuen Fernseher zuzulegen – egal ob es die EM oder die Olympischen Spiele sind. Doch auf was genau sollte man achten? Muss es die UHD-Auflösung sein? Soll es gebogen sein? Was ist bei HDR wichtig? Das soll dieser Artikel klären.

OLED und Curved

Experten sind bei Curved TVs immer noch geteilter Meinung. Viele Experten sagen, dass der Effekt, dass der Zuschauer „in das Bild“ gezogen wird nur bei sehr großen TVs eintritt und weitere Kriterien wie eine zentrale Sitzposition erfüllt sein. Gebogene Displays sind eher sogar von Nachteil. So kommt es auch vermehrt zu Reflexionen von Lichtquellen als bei flachen Fernsehern. Außerdem muss eine zentrale Sitzposition vorhanden sein, damit man den vollen Effekt hat – man sitzt also am besten alleine vor dem Curved Fernseher – doch wer tut das schon?

Immer mehr Konkurrenz bekommen die momentanen LCD-TVs durch OLED-Displays. Diese arbeiten mit organischen Leuchtdioden. Doch das ist oft definitiv eine Budget-Frage – OLED Modelle sind rund 25 % teurer als Modelle mit LCD. Spannend ist auch die Frage des Betriebssystems. So gibt es je nach Hersteller die unterschiedlichsten Betriebssysteme. Sony und Phillips verwenden Android, Samsung Tizen, LG WebOS und Panasonic setzt auf Firefox OS. Die Grundausstattung ist dabei bei vielen Gleich – aber der Bedienkomfort definitiv nicht.

4K wird fast schon Pflicht

In naher Zukunft wird es kaum noch TVs mit einer Auflösung unter Ultra HD (also 3840×2160 Pixel) geben. Vor allem bei großen Modellen wird es bald Pflicht sein. Vor allem wer einen großen Fernseher in einen kleinen Raum mit wenig Sitzabstand stellen will sollte definitiv zu einem UHD TV greifen. Denn dort kann man deutlich schlechter einzelne Pixel erkennen und das Bild sieht viel besser aus – kein Wunder 4K hat vier Mal so viele Bildpunkte wie Full HD.

Auch die weitere Hardware wie Ultra HD Blu-Rays sowie die passende Player sind inzwischen auf dem Markt – deshalb wird es sicherlich recht schnell gehen bis sich UHD komplett positioniert hat. Auch die Streaming-Dienste sind Zusehens dabei UHD Inhalte anzubieten.

HDR = sichtbare Verbesserung

Neben 4K hört man immer mehr auch das Word HDR. HDR steht für High Dynamic Range und steht im Allgemeinen für deinen deutlich größeren Dynamikumfang. Es geht also einen überdurchschnittlich hohen Unterschied in der Helligkeit zwischen Weiß und Schwarz – dadurch entsteht ein höherer Kontrast. Auch das Farbspektrum ist bei HDR Fernsehern deutlich höher.

Laut diverser Experten hätte das schon viel früher von den Herstellern forciert werden sollen. Denn letztlich ist eine Verbesserung des Bildes das Hauptziel der TV-Hersteller. Gut ist natürlich die Kombination aus HDR und 4K – das optimiert das Bild ungemein.

Samsung hat übrigens selbst HDR+ auf den Markt gebracht: http://www.samsung.com/de/news/product-/neuer-bildmodus-hdr-plus